Fachbegriffe - Leicht erklärt

A

Die Aufgabe der Anatomie in der Humanmedizin ist es den Aufbau und die Struktur des menschlichen Körpers zu beschreiben. Das Eigenschaftswort „anatomisch“ bedeutet dann, dass etwas im Körperbau begründet liegt.

Die Arthrose ist eine Krankheit, bei der sich der Knorpel, der das Kniegelenk normalerweise schützen und Stöße abfedern soll, im Laufe der Zeit mehr und mehr zurückbildet, so dass die Knochen direkt aneinander reiben.

Bei einer Arthroskopie oder auch Kniespiegelung handelt es sich um ein nach der sogenannten Schlüsselloch-Technik Operationsverfahren. Dabei werden neben einer Kamera mit einer Lichtquelle die für die Operation benötigten Instrumente durch einen nur wenige Millimeter langen Schnitt in das Gelenk eingebracht um die erforderlichen Untersuchungen und Behandlungsschritte durchführen zu können. Wegen des bei dieser Vorgehensweise sehr niedrigen Verletzungsgrads spricht man auch von einem minimal invasiven Eingriff. Daher können derartige Operationen in der Regel ambulant durchgeführt werden, so dass der Patient bereits kurz nach dem Eingriff die Klinik wieder verlassen kann. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die Tatsache, dass die Regenarationsphase verhältnismäßig kurz ist und das Gelenk schnell wieder bewegt und belastet werden kann.

Der Begriff Augmentation bezeichnet in der Sportmedizin, Unfallchirurgie und Orthopädie ein Verfahren, bei dem Ersatzmaterialen verwendet werden, um geschädigte Bänder oder Sehnen ganz oder teilweise zu ersetzen. Die Ersatzmaterialien können körpereigene Substanzen, wie beispielsweise Sehnenstücke von einer anderen Stelle oder auch körperfremde Elemente aus Kunststoff oder Metall sein.

B

C

Chondrozyten sind Knorpelzellen, die sich in der Wachstumsphase des Körpers noch teilen und somit kleinere Knorpelschäden reparieren können können. Sie bilden die Grundsubstanz des Knorpelgewebes aus Kollagen und Proteoglykan.

Bei der Computertomographie (CT) handelt es sich um eine computergestützte Röntgenuntersuchung, bei der die Röntgenröhre und der gegenüberliegende Detektor um den Patienten herum rotiert. Bei jeder Umdrehung werden mehrere tausend Schnittbilder des untersuchten Bereichs erstellt und durch einen Computer zu Querschnittbildern zusammengefügt. Dadurch erhält man eine detaillgenaue Darstellung der Organe und Strukturen im Körper.

D

Degeneration im medizinischen Sinne bedeutet Rückbildung, Zerfall oder Entartung. Damit ist eine Veränderung der Struktur von Zellen, Gewebestrukturen oder Organen gemeint, so dass diese ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr im vollen Umfang erfüllen können.

Mit Diagnose ist die Feststellung und genaue Bestimmung einer Krankheit gemeint. Sie bildet die Grundlage für die ärztliche Behandlung.

E

F

Femur ist die Kurzfassung für den medizinischen Begriff Os femoris und bezeichnet den Oberschenkelknochen.

Als Fraktur bezeichnet man in der Medizin einen Knochenbruch.

G

Gonarthrose ist der medizinische Begriff für eine Arthrose im Kniegelenk.

H

I

Als Indikation bezeichnet man in der Medizin die Tatsache, dass eine bestimmte Heilbehandlung angezeigt ist, also durchgeführt werden sollte.

Mit Insuffizienz wird in der Medizin eine ungenügende Funktionsfähigkeit oder unzureichende Leistung eines Organs oder einer Körperfunktion bezeichnet.

J

K

Als Kernspintomographie oder Magnetresonaztomographie (MRT) wird ein bildgebendes Diagnoseverfahren zur Darstellung der inneren Organe und des Gewebes bezeichnet. Im Unterschied zum Röntgen oder der Computertographie (CT) entsteht bei dieser Methode keine Röntgenstrahlung.

Bei der Kniespiegelung oder auch Kniearthroskopie handelt es sich um eine arthroskopische Untersuchung des Kniegelenks. Dabei wird eine Sonde durch einen kleinen, schlüssellochgroßen Schnitt in das Knie eingebracht, um mit ihrer Hilfe Untersuchungen oder Therapieschritte im inneren des Gelenks durchführen zu können.

Kollagenfasern sind stabile Fasern die aus körpereigenem Eiweiß gebildet werde und sich zu größeren Bündeln zusammenlagern. Bänder wie zum Beispiel das Kreuzband bestehen aus parallel laufenden Kollagenfasern.

Bei der konservativen Behandlung oder konservativen Therapie handelt es sich um nicht-operative Behandlungsmethoden, die entweder auf der Verabreichung von Medikamenten oder der Anwendung physikalischer Maßnahmen wie etwa der Physiotherapie beruhen.

L

Der Begriff Läsion bezeichnet allgemein eine Verletzung, Schädigung oder Funktionsstörung einer körperlichen Struktur oder Funktion. So liegt zum Beispiel bei einer Meniskusläsion eine Schädigung des Meniskus, also ein Riss oder Verschleiß vor.

Der Begriff „lateral“ leitet sich von dem lateinischen Wort für „Flanke“ ab und steht in der Medizin für „seitlich“.

Als Ligament bezeichnet der Orthopäde die Bänder, wie beispielsweise das Kreuz- oder das Seitenband im Knie.

M

Mit medial ist in der Medizin im Sinne der anatomischen Hauptrichtungen gemeint: zur Körpermitte hin orientiert, die mittlere Struktur betreffend.

Als Meniskus wird in der Orthopädie ein scheibenförmiger Knorpel in einem Gelenk bezeichnet.

N

O

Als Osteotomie bezeichnet man in der Medizin die chirurgische Durchtrennung von einem Knochen.

P

Der Begriff Patella bezeichnet die Kniescheibe, einen flachen scheibenförmigen Knochen an der Vorderseite des Kniegelenkes.

Physiotherapie ist ein anderer Ausdruck für Krankengymnastik, die spezifisches Training und eine äußerliche Anwendung von Heilmitteln umfasst.

Eine Plastik kann zum Beispiel bei einem Kreuzbandriss konkret eine vordere Kreuzbandplastik sein. Sie bezeichnet den Ersatz des vorderen Kreuzbandes durch körpereigene (autologe) Transplantate, beispielsweise mit der Semitendinosussehne.

Posterolateral ist ein zusammengesetzter Begriff aus posterior und lateral und ist im Sinne der anatomischen Lage gleichbedeutend mit hinten und seitlich.

Mit Prädisposition im medizinischen Sinne werden Faktoren bezeichnet, die die Entstehung einer Krankheit begünstigen.

Als Prävention im medizinischen Sinne werden Maßnahmen bezeichnet, die Krankheiten und Verletzungen verhindern bzw. verzögern können.

Der Begriff Propriozeption bezeichnet in der Medizin die Wahrnehmungsfähigkeit des Körpers in Bezug auf Bewegung und Lage im Raum der einzelnen Körperteile zueinander.

Q

R

Mit Rezeptoren sind im Allgemeinen Organe, Zellen oder Moleküle gemeint, die an der Wahrnehmung von internen oder externen Reizen und deren Umsetzung beteiligt sind.

Beim Röntgen beziehungsweise der Röntgendiagnostik handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, bei dem der Körper von Röntgenstrahlen durchdrungen wird. Das Ergebnis wird in Form von Röntgenbildern dargestellt und kann medizinisch ausgewertet werden.

Der Begriff Ruptur wird in der Orthopädie für das Reißen eines Muskels, Bandes oder einer Sehne verwendet.

S

Mit Schlüssellochtechnik wird ein Operationsverfahren bezeichnet. Dabei erfolgt die Operation durch ganz kleine Schnitte in das zu operierende Gelenk, also mithilfe eines Blicks durch das Schlüsselloch.

Die Semitendinosussehne befindet sich auf der Rückseite des Oberschenkels und ist ein Muskel mit Beugefunktion.

T

Tibia ist ein anderer Begriff für Schienbein und ist neben dem dünneren Wadenbein der kräftigere Knochen des Unterschenkels.

Als Trauma bezeichnet man in der Medizin die Verletzung oder Schädigung von lebenden Gewebe.

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